Griechenland 1998

Nach unserer USA Durchquerung legte der Club eine kleine Pause ein. Speziell die finanzielle Erholung stand dabei im Vordergrund. Aber 1998 wurden bereits wieder Pläne geschmiedet. Dieses Mal soll es nach Griechenland gehen. Mitte September wollten wir den Sommer verlängern. Geplant war die Überfahrt mit der Fähre von Venedig nach Igoumenica im Norden Griechenlands.
Griechenland 1998
Einigkeit herrschte bei diesem Unternehmen aber nur über das Urlaubsziel. Alles andere nahm seine getrennten Wege. Unsere Clubmitglieder hatten einerseits schon ganz verschieden Urlaub genommen und andererseits verschiedene Auffassung von Urlaubsdauer usw. So kam es, dass wir in 4 verschiedenen Gruppen aufbrachen, immer einen oder mehrere Tage Unterschied. Obwohl dies vorweg mit dem Treffpunkt in Griechenland ganz schön kompliziert aussah, funktionierte es eigentlich trotzdem super. Die Fahrt mit der Fähre dauerte knapp 2 Tage und verlief in den meisten Fällen problemlos. Ein PG-Rider war der Meinung er müsse (nach einer Flache Whisky) einige 2-Meter-Matrosen-verarschen. Die Schiffsjünger waren aber nicht sonderlich gut aufgelegt und somit landete unser PG-Rider in der Zelle. Seine Überfahrt – 10 Meter unter dem Wasserspiegel – war etwas trostlos und mit einigen blauen Flecken hatte er noch Tage zu kämpfen. Nach 7 Tagen waren wir endlich am Treffpunkt vereint.
Griechenland 1998
Es begann ein traumhafter Bikerurlaub. Wolkenloses Wetter und 30 Grad im Schatten begleiteten uns über 14 Tage. Da wir mit den Motorrädern äußerst unabhängig waren, haben wir auch die besten Plätze am Strand gefunden. Tiefblaues Wasser, spärlich besuchte Strände, abseits von Touristenpfaden gibt es dort noch. Wir waren alle begeistert. Zirka in er Mitte unseres Urlaubes waren wir uns dann über die Weiterfahrt nicht einig. Ein Teil wollte nach Süden ein anderer Teil nach Osten. Nach kurzer Diskussion trennten wir uns und machten den Treffpunkt erst wieder am Schiff bei der Rückfahrt aus.
Griechenland 1998
Ich für meinen Teil beschloss, mich bei Ostgruppe anzuhängen, da wir bereits eine Tagesfahrt nach Süden hinter uns hatten und mich die Landschaft nicht mehr beeindruckte. Beim Studium der Straßenkarte beschlossen wir trotz Abendstimmung einen Gewaltritt quer durch den Phelepones. Entgegen der Straßenkarte entpuppte sich diese Durchfahrt als äußert bikerfreundlich. Quer durch die Berge, auf einer neuen, breiten Straße, mit vielen langgezogenen Kurven und keinen Verkehr, lachte das Bikerherz. Als wir wieder an der Küste ankamen, konnten wir die Zelte erst im Dunkel aufstellen und hatte keinen rechten Überblick wo wir gelandet waren. Umso größer war dann die Überraschung am nächsten Tag. Ein wolkenloser Himmel, eine traumhafte Gegend und eine gemütlich kleine Stadt begrüßten uns. Es gefiel uns so gut, dass wir die restlichen paar Tage dort (Namen habe ich vergessen) blieben.
Griechenland 1998
Nach dieser gelungenen Erholungspause brachen wir 2 Tage vor Abfahrt der Fähre wieder auf, da wir noch mit einem Umweg den Kanal von Korinth besichtigen wollten. Dort angekommen haben wir dann beschlossen nicht mehr nach Igoumenica zu fahren sondern unsere Tickets in Piräus umzubuchen und gleich dort auf das Schiff zu gehen. Als wir das Büro der Schiffslinie in Piräus betraten, lachten uns bereits einige Coulor unserer Kutte entgegen. Die „Südgruppe“ hatte zufällig den gleichen Gedanken und so trafen wir uns zeitgleich zum Umbuchen. Dies gelang sogar ohne Aufpreis sehr unbürokratisch. Bei der Rückfahrt nach Venedig hat dann das Wetter gewaltig zurückgeschlagen. In der Mitte der Strecke, um zwei Uhr früh, begann es schlagartig zu regnen. Wir packten in aller Eile unsere Schlafsäcke zusammen und verzogen uns ins Schiffsinnere.
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Bei Ankunft in Venedig war das Wetter auch nicht besser. Es goss in Strömen und so schlüpften wir bereits in der Fähre in die Regenhaut. Das war gut so! Die nächsten 400 Kilometer regnete es nämlich ununterbrochen – bis zum Clubhaus! Eigentlich kein perfekter Ausklang eines besonders gelungenen Bikerurlaubes, dafür aber die Erfahrung einer Regenfahrt mehr!

Wir waren uns trotzdem alle einig, dass wir diesen Urlaub noch einmal wiederholen!

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