USA 2009 - Coast to Coast - 24. 03. 2009 – 09. 04. 2009

Nach dem USA-Trip der PG Riders im Jahre 1996 zur Sturgis-Bike-Week in South Dakota (mit den eigenen Bikes) und einer wegen zu hoher Transportkosten wieder abgesagten Amerikatour im Jahr 2003 war es diesmal wieder so weit. Durch einen Zufall stolperte unser Ex-Präsi Hans-Johann (Danklmayer) im Internet über die Meldung, dass für eine Überstellungstour von Motorrädern von Orlando (Florida) nach Los Angeles (Kalifornien) wegen Absagen noch 4 Mitreisende gesucht werden. Nach telefonischem Kontakt mit Bernhard Brandstetter von „Biker in Österreich“ blieben ihm sage und schreibe 20 Minuten um die Namen anzugeben. Präsi Specki (Speckmoser), Vice Luggi (Kiendler), Ex-Präsi Hans-Johann (Danklmayer) und Ex-Vice Hans (Baier) waren die glücklichen Kandidaten. Einige Tage vor der Abreise sprang noch Harry (Zefferer) für den krankheitsbedingt verhinderten PG-Rider Hans Baier ein – das Team stand somit fest. Hans-Johann hatte zuvor noch einen Link für seinen Messenger verschickt damit die armen Zurückgebliebenen wenigstens unsere Route in Google-Earth verfolgen konnten. Auf uns warteten die US-Bundesstaaten Florida, Alabama, Mississippi, Louisiana, Texas, New Mexiko, Arizona, Nevada und Kalifornien.
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Dienstag 24.03.2009: Wegen des vorausgesagten Schlechtwetters mit Schneefall starteten wir Vier in Begleitung von Eva Vollmann, die das Auto wieder zurückzubringen hatte bereits um 02.00 Uhr in Öblarn Richtung Flughafen München. In München trafen wir die mitreisenden Motorradfreaks aus Oberösterreich und Niederösterreich sowie unseren Tourguide Bernhard. Einchecken – warten – boarding – Flieger enteisen – Abflug bei Schneefall - stundenlanges Fliegersitzen bei null Bodensicht – dafür ein hochmodernes Fluggerät - Boeing 767-400 ER. Nach der Zwischenlandung in Atlanta ging es mit Boeing 767-300 weiter nach Orlando wo uns bereits die Wärme erwartete - dafür fehlte aber ein Gepäckstück von Präsi Specki.
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Mittwoch 25.03.2009: Noch vor dem Frühstück abholen des fehlenden Gepäcks von Specki vom Flughafen Orlando mit dem Hotel-Shuttlebus. Suche nach Luggi und Hans-Johann im Motel – die fuhren mit dem 1. Bus OHNE AUSCHECKEN vom Hotel ab!! Abfahrt zu „Eagleriders“ um die Motorräder auszufassen – eine unglaublich langwierige Prozedur! Bei einer Wartezeit von ca. 08.30 – 13.00 Uhr bis alles erledigt war, war es auch schon egal, dass sich unser Präsi Specki partout ein anderes Moped als die E-Glide einbildete. Er wollte unbedingt mit einer Street.-Glide neuester Bauart fahren. Für uns Vier stand fest, dass wir wirklich von Küste zu Küste fahren wollten. Somit ging es entgegen der geplanten Generalrichtung WESTEN zuerst nach OSTEN zur Atlantikküste, die wir über die US 50 auf Höhe Cape Canaveral erreichten. Die US 1A1 nach Norden war DAYTONA BEACH mit Besuch des weltberühmten „BOOTHILL - SALOONS“ unser Ziel. Das Bier im Saloon durften wir aber nur ohne unsere Kutten geniessen! ( 133 Meilen – mal 1,6 = km )
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Donnerstag 26.03.2009: Es ging die Küstenstraße nach Norden – SAN AUGUSTINE, JACKSONVILLE. Dass Hans-Johann die Umgehungs-Autobahn verfehlte haben die Freunde zu Hause am Computer live miterlebt. Nach kurzer Suche – INTERSTATE 10 (IS 10) Richtung Westen bis ca. 25 Meilen von TALLAHASSEE, danach die US 259 nach Süden Richtung NEWPORT am Golf v. Mexiko. Hans-Johann verfehlte an diesem Tag noch ein paar Mal die richtige Ausfahrt aber wir hatten ja jede Menge Zeit! Um ca. 16.00 Uhr war wegen andauerndem Starkregen aber Ende, und welcher Zufall – gerade bei einer berühmten AUSTERN-BAR. Herrliche frische Shrimps und kaltes Bier ließen uns den Schrecken der ersten Begrüßung durch eine „leicht angeheiterte Eingeborene“ mit blankem Busen (und das Ganze in Beisein ihres Begleiters) erstmal vergessen. Nach einem Anruf des Chefs stand uns ein paar Meilen weiter ein beheizter Bungalow auf Shell-Island zur Verfügung. Zum Abendessen in ein Top-Fischrestaurant fuhren wir – mit Specki, dafür aber ohne Scheibenwischer – mit einem Pickup des Chefs (der aber nichts davon wusste wie wir am nächsten Tag erst erfahren). Ein Nachbar gab uns den Tip, dass der Schlüssel immer im Aschenbecher liegt. ( 295 Meilen )
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Freitag 27.03.2009: Nach dem Frühstück im urigen Fischereiladen des Platzchefs Abfahrt um 08.00 Uhr von Shell-Island über die US 257 zum IS 10. Nach ca. 90 Meilen fuhren wir in einen Gewittersturm (Tornado) mit Wasser ohne Ende und Null Sicht. Eine der in den Staaten wirklich seltenen Autobahnbrücken kam uns gerade wie gerufen! Auf der Weiterfahrt besichtigten wir natürlich den Stahlberg des ausrangierten Schlachtschiffes „USS ALABAMA“ in MOBILE. Kurz darauf war wieder ein Stopp wegen eines Gewitters angesagt bei dem wir beobachten konnten, wie das unglaublich viele Wasser aus den Deckenleuchten des Tankstellenvordaches schoss! Nach Beruhigung der Wettersituation beschlossen wir, doch noch am gleichen Tag bis NEW ORLEANS durchzufahren. Unterwegs ließ Hans-Johann seine EINZIGE Jean nach dem Umziehen in einer Toilette zurück und Luggi stellte fest, dass sein (Müll)Sack undicht und innen alles nass war! (Anm. d. Red.: Haben die keine ordentliches Regenzeug??) Ankunft in NEW ORLEANS um ca. 20.00 Uhr. Einchecken im Hotel Marriot direkt im French Quarter. Hans-Johann, der vor einigen Jahren mit der Öblarner Bauernmusik eine Woche lang in New Orleans war, fungierte als hervorragender Führer durch die Clubs und Bars mit Livemusik und groovigem Sound! Der kurze Ausflug in die Bourbon Street dauerte bis 04.00 Uhr und leicht beschwingt ging es zurück ins Quartier. ( 396 Meilen )
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Samstag 28.03.2009: Um 10.30 Uhr starteten wir auf Kommando unsere Motorräder und flüchteten aus der Parkgarage um uns die zusätzlichen Gebühren zu ersparen. Fahrt zum Mississippi für ein Fotoshooting und Abfahrt über US 90 und IS 10 nach HOUSTON. Auf dem Weg dorthin kam es vor einer Bahnübersetzung zu einer gefährlichen Situation mit einem LKW, dessen Vorhaben nicht ganz klar war. Specki touchierte Hans-Johann leicht mit seinem Sturzbügel und konnte eine Kollision mit dem Truck gerade noch verhindern! Nachdem Specki schon einen seiner abgezwickten Fingerlinge verloren hatte, flog nun auch noch bei saukaltem und starkem Gegenwind sein Halstuch davon! Die lange Nacht in der Bourbon Street zeigte ihre Folgen – Hans-Johann brauchte einen Energiedrink und war daraufhin gar nicht mehr zu bremsen und … Specki hatte die Flitzn! (die halten aber auch schon gar nichts mehr aus!) Nur Luggi und Harry fehlte nichts . Kurz vor Houston bezogen wir ein Motel und hatten bei einem Mexikaner ein ausgezeichnetes Abendessen. ( 378 Meilen )
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Sonntag 29.03.2009: Abfahrt 09.30 Uhr – 1 Stunde um aus Houston endlich herauszukommen! IS 10 Richtung Westen und ab SAN ANTONIO die US 90 über DEL RIO in den Sonnenuntergang zu einem Provinzkaff namens SANDERSON. Unterwegs besuchten wir einen Schrotthändler um für unser Clubhaus einige „Licence-Plates“ als Dekoration zu sammeln. Ab hier war Harry der Schrotttransporter von Präsi Specki! Luggi verlor zum 1. Mal einen Teil seiner Karten und Harry klaubte sie wieder zusammen. Um 21.00 Uhr war natürlich kein Restaurant mehr offen – daherAbendessen, besser gesagt Jause, bei der Tankstelle, nettes Gespräch mit Beamten der ab hier allgegenwärtigen US BOARDER PATROL, die mit Hummer, großem Pickup, Quads und einem kleinen Hoovercraft zum Nachtdienst ausrückten. Das Motel für die Nacht war dafür aber das billigste bisher. ( 521 Meilen)
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Montag 30.03.2009: Nachdem es im Motel kein Frühstück gab blieb uns wieder nur die Tankstelle – super! Abfahrt um 07.45 Uhr bei Saukälte mit Tagesziel EL PASO durch eine wildreiche Gegend (Wildwechsel). am Vorabend wurden wir von den Beamten der Boarder Patrol schon gewarnt. Nach einem Benzingespräch mit einem amerikanischen Ducati-Fahrer folgte ein Abstecher in den BIG BEND NATIONALPARK nach Süden. 69 Meilen auf der US 395 nach Süden, ca. 50 Meilen auf der US 172 durch eine grandiose und spektakuläre Landschaft und Schluchten entlang des RIO GRANDE (Grenzfluss zu Mexiko) nach Westen und natürlich wieder 59 Meilen auf der US 67 wieder nach Norden zu unserer ursprünglichen Route. Diesen „kleinen und heißen Umweg“ haben wir aber keinesfalls bereut! Bei einer Baustellen-Umleitung über eine grobe Schotterpiste hatte Luggi während der Fahrt eine unheimliche Begegnung mit einer aufgeschreckten Schlange, die nach ihm schnappte. Kurz danach verlor Luggi zum 2. Mal seine Karten und… richtig! Harry klaubte alles in der Wüste wieder zusammen! In VAN HORN kurze Rast bei einer kleinen aber piekfeinen Harley-Werkstätte. Nettes Geplauder mit dem nicht mehr ganz jungen Eigentümer dessen viele Preise, die er bei verschiedenen Veranstaltungen mit seinen Umbauten machte unsere Aufmerksamkeit erregten. Der geplante Camp-Stop in PINE-SPRINGS erwies sich als extrem windig und saukalt worauf wir beschlossen, doch noch bis El Paso weiter zu fahren. Aber da gab es ein großes Problem – die eingezeichnete Tankstelle existierte nicht mehr und noch 95 Meilen bis El Paso. Was folgte: alle 4 auf Reserve mit dem Gedanken an ein Zeltlager in der Wüste! Die Rettung kam als kleine, unscheinbare, altertümliche und mickrige TANKSTELLE mitten in der Einöde (Reserve noch f. 18 Meilen, El Paso aber noch 70 Meilen). An Stelle von Hunden passten beim Tanken 2 Truthähne auf uns auf und der Besitzer beobachtete uns mit einem Fernglas durch das Fenster seiner Baracke. Danach Express-Tour zum Ziel. Einfahrt in EL PASO mit dem Sonnenuntergang um 21.00 Uhr. Der riesige Hunger trieb uns in ein mexikanisches Restaurant – war gar nicht so schlecht! Nach dem Essen trafen wir die 2. Partie im Motel „gleich um die Ecke“. ( 533 Meilen )
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Dienstag 31.03.2009: Tagwache um 06.15 Uhr! Gemeinsame Abfahrt um 06.30 Uhr auf eine Anhöhe in der Nähe von EL PASO um den Sonnenaufgang beobachten zu können – ein wunderschöner Ausblick hoch über der Stadt! Nach dem Frühstück Abfahrt vom Motel zum „Worlds Largest Harley-Dealer“ BARNETT. Nachdem Luggi an diesem Tag seinen 37. Geburtstag feierte, reifte in ihm der Gedanke, sich selbst eine funkelnagelneue Harley zum Geschenk zu machen, was sich jedoch als nicht so einfach und auch nicht als so günstig wie vermutet erwies. Nach einigen Verhandlungen stand der Preis fest. Luggi musste „nur“ mehr seine Bank und eine Spedition erreichen um alles abklären zu können und wir brauchten daher noch einmal ein Motel in El Paso. Nach einem kühlen Bier im Whirlpool des Motels öffnete Luggi mitten in der Nacht sein Büro und telefonierte wegen der benötigten Informationen. Hans-Johann wurde in der Nacht sein Helm vom Moped geklaut worauf er und Luggi bei Barnett neue Helme kauften. Ein nettes Gespräch mit einem Motorrad-Cop aus El Paso führte dazu, dass er zwei Abzeichen von seiner Jacke trennte und diese unserem Präsi schenkte bevor er von einem Kollegen in einem „very fast“ Polizei-Camaro abgeholt wurde. Als Souvenir behielt er den alten Helm von Luggi. ( 58 Meilen )
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Mittwoch 01.04.2009: Die nächtliche Büroarbeit von Luggi tauchte die ganze Aktion letzten Endes nun aber in ein anderes Licht. Die anfallenden Kosten wie Steuern, Zoll, Transport und Zulassung ließen ihn das ganze Vorhaben wieder abblasen und bei Barnett absagen. Mit Verspätung (27 Stunden El Paso) fuhren wir auf der US 9 Richtung Westen nach New Mexico und auf der US 80 nach DOUGLAS. Bei einer Tankpause leerte unser Präsi versehentlich seinen Kaffee- oder doch besser Teebecher (?) übers heisse Moped von Harry mit dem Effekt, dass Harrys Motorrad ab sofort extrem nach geröstetem Kaffee roch! In einer wunderschönen Gegend erlebten wir einen Sandsturm und quartierten uns schließlich im besten Hotel „Copper Queen Hotel“) des Bergbauortes BISBEE ein (hier war übrigens John Wayne jahrelang Stammgast!). In der nahen Kupfermine waren bis zum Jahre 1975 noch 60.000 Leute beschäftigt wie wir bei einem abendlichen Streifzug durch die wahrlich rustikalen Bars und Kneippen erfuhren. ( 279 Meilen )
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Donnerstag 02.04.2009: Nach dem Frühstück auf der Terrasse des Copper Golden Hotels – auf der sogar Rauchverbot herrschte (ganz richtig ticken die Amis wirklich nicht!) ging es weiter über TOMBSTONE (Arizona), wo Hans-Johann nicht einmal wegen Wyatt Earp stehen blieb, nach TUCSON. Der Besuch des PIME AIR AND SPACE MUSEUM mit einer Unzahl an historischen Fluggeräten war ein Pflichtpunkt. Unterwegs erfuhren wir zufällig, dass in PHOENIX eine Bikeweek stattfindet – also auf zur Bikeweek in SCOTTSDALE bei PHOENIX. Der Insider-Tip eines Einheimischen führte uns nach CAVE CREEK zu einer urigen Biker-Bar mit exzellenter Pizza, gutem Bier, feinem Whiskey und einer sehens- und hörenswerten Karaoke-Show. Nach Mitternacht schlugen wir auf einem abgelegenen Campingplatz unsere Zelte auf. ( 284 Meilen )
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Freitag 03.04.2009: Abfahrt bei herrlich angenehmen Temperaturen vom Campingplatz um 08.00 Uhr ohne einer Gelegenheit für die Übernachtung bezahlen zu können (so ein Pech!). Frühstück in einem Coffee-Shop – mit dem bisher besten Kaffee der Tour !!! Über die US 74 und US 89 nach Norden auf einer herrlichen Bergstraße mit überhöhten Kurven nach PRESCOTT. Temperatur nur mehr 12 Grad Celsius! In PRESCOTT auf Anraten von Bikern ein Spitzen-Restaurant gefunden! Ein Schuhputzer möbelte die Uralt-Stiefel von Hans-Johann auf – WIE NEU !!! Bei Luggis Motorradpatscherln hat er aber verweigert – er bot ihm sogar spasshalber 20 Dollar an damit er sich neue kaufen kann! Unser Ziel FLAGSTAFF ließen wir wegen vorhergesagter noch tieferer Temperaturen rechts liegen und steuerten die ROUTE 66 direkt an. Auf dem Weg nach ASH FORK erlebten wir einen Sandsturm mit dahinter liegenden schwarzen, Unheil verkündenden Wolken. Also rein in den Sandsturm und durch nach SELIGMAN. Regen, Schneeregen und eine weisse (Schnee)-Wand vor uns erreichten wir mit den ersten Schneeflocken ein Motel am Ortsbeginn von SELIGMAN. Der Ort selbst war wegen der weissen Wand schon nicht mehr zu sehen! Hans-Johann und Luggi beziehen die von der netten Chefin zugeteilte Suite des US Marine-Corps mit Erinnerungsfotos, Marine-Corps-Bettdecken, Flaggen usw. (Da wird wohl am Morgen eine Flaggenparade fällig!) Eine Spitzen- und Riesenpizza sowie gutes Bier im angeschlossenen Restaurant verkürzen unsere Wartezeit erheblich. Obwohl Harry das Kartenspiel „Murln“ erst erklärt werden muss, gewinnt er nach 3 Stunden die einzige Partie souverän! ( 209 Meilen )
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Samstag 04.04.2009: Alle halbe Stunde ein Güterzug mit Getöse, 4 Dieselloks und mindestens 90 Waggons mit Doppelcontainern ließen uns früh aufstehen. SAUKALT – Flaggenparade ersatzlos gestrichen. Mit 5 Schichten Gewand machten wir uns bei wolkenlosem Wetter auf in den Ort um ein Frühstück zu suchen. In einem Shop fanden wir ein Buch über Österreich, in dem auch Öblarn abgebildet war. Die Freude war riesengroß und eine Eintragung ins Gästebuch natürlich selbstverständlich. Es ging weiter die Route 66 entlang nach KINGMAN. Hans-Johann träumt an der Spitze weiter vor sich hin und übersieht als einziger die Ausfahrt. Luggi verlor schon wieder seine Karten – zu viel Verkehr - sollen sie halt liegen bleiben! Pflichtstop beim HOOVER-DAM für eine Fotosession – ganz schön warm! In einem Shop schenkt uns ein schwäbisch sprechender Australier Fotos vom Lake Mead samt Staudamm (kein Witz!). um 17.00 Uhr trafen wir in LAS VEGAS ein und checkten im Hotel TRUMP ein. An der Rezeption stand ein nettes Mädchen das einige Jahre in Deutschland studierte und die Änderung von Hans Baier auf Harald Zefferer mit dem Einverständnis des Managers durchführte. Es folgte ein ausgiebiger Spaziergang durch die Spieltempel und der Hunger trieb uns im VENEZIA in ein sündhaft teures aber feines italienisches Restaurant. (ein Achterl Wein 13 Dollar zum Beispiel). Wir genossen es aber trotzdem – oder gerade deshalb? ( 203 Meilen )
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Sonntag 05.04.2009: Nach einem gemeinsamen Frühstück in einer „American Bar“ mit Ham, Bacon, Eggs, Hash Browns, Toast und wie üblich dünnem Kaffee fuhren Luggi und Harry mit dem Moped zur Erkundung und zum Einkaufen. Auf dem Rückweg suchten wir (Luggi und Harry) den STRATOSPERE-TOWER auf um uns einen Adrenalinkick zu geben. Umsteigen im 109. Stock, im 112. Stock gaben wir uns den BIG SHOT – mit Pressluft an einen Mast gekettet senkrecht weitere 80 Meter in die Höhe – gut dass wir erst danach einen Imbiss einnahmen! Die beiden anderen Attraktionen – beide frei schwebend über ca. 300 Meter Abgrund - ließen wir lieber aus. Nach dem wir weder Präsi Specki noch Hans-Johann bei den Shows vor dem TREASURE ISLAND und dem MIRAGE finden konnten, fuhren wir am Abend mit einem kroatischen Taxifahrer zum BINIONS in das alte Las Vegas. Um 14 Bucks genossen wir „all you can eat“ inklusive Getränken (es geht doch billiger!) und klinkten uns danach bei einem Roulette-Tisch ein. Harry sponserte ein wenig das arme Las Vegas und Luggi vertrieb sich mit seinen 20 Dollar den ganzen Abend! Wie wir später hörten, haben die beiden Anderen dafür eine tolle Modenschau mit Spitzengirls erlebt und danach versucht, am einarmigen Banditen ein Motorrad von OCC (ORANGE COUNTY SHOPPERS) zu gewinnen, sind aber knapp gescheitert. ( 25 Meilen )
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Montag 06.04.2009: Specki und Harry haben fix und fertig aufgepackt – Luggi und Hans-Johann pennen noch. Nach dem Weckruf Frühstück bei der bekannten American Bar. Luggi hat seine Ansichtskarten immer noch und fährt zurück ins Hotel, kehrt aber unverrichteter Dinge wieder zurück und Hans-Johann hat schon bei der 3. Bank kein Glück und kann seine Euronen nicht und nicht in Bucks wechseln. Harry hat seine Karten sehr wohl angebracht – muss wohl am Englisch liegen! Durch diese Trödlerei kamen wir erst um 12.00 Uhr aus Las Vegas weg und fuhren die US 95 durch Nevada nach Norden. Schon langsam wurde es immer wärmer. Als Hans-Johann mitten in der Wüste zu einem alleine stehenden POSTOFFICE abbog fragte Luggi noch was es vorhabe – na was schon – Luggis Karten endlich anbringen! Letzter vergeblicher Versuch von Hans-Johann seine Euro einzuwechseln – es ist ein Jammer! Im Verlauf der Tour wurde es immer wärmer und landschaftlich reizvoller. Der US 178 folgend steuerten wir DEATH VALLEY JUNCTION an. Imposante Bergkulissen wechselten sich mit eindrucksvollen und interessanten Wüstenstrichen im Halbstundentakt ab und der Sprit wurde auch immer teurer. (Gallone Dollar 3,35 anstatt üblicherweise 2,35 !) Nachdem wir einen Aussichtspunkt zwischen Fussgängern mit dem Motorrad erklommen, stänkerte uns ein grüner Ami-Spassvogel doch glatt an, warum wir nicht auch wie alle anderen gehen könnten. Dabei bezog sich das Verbot doch tatsächlich ausschließlich auf Hunde !!! Er flüchtete sicherheitshalber gleich darauf in die Dünen. Weiter ging es über die US 190 durch das berühmte DEATH VALLEY, über kurvenreiche Pässe und entlang von Salz- und Sodaseen nach OLANCHA und weiter die US 395 nach Süden bis RIDGECREST zur CHINA LAKE NAVY WEAPONS SCHOOL (wir standen bei der Einfahrt an, durften aber nicht hinein!). ( 320 Meilen )
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Dienstag 07.04.2009: der letzte Tag auf dem Motorrad! Abfahrt um 07.45 Uhr nach MOJAVE wo die anderen Tourteilnehmer nächtigten. Gemeinsame Fahrt über den IS 14 und den IS 405 durch die Hügellandschaft und die Vororte nach LOS ANGELES. Mit dem Navi von Bernhard direkt zum Hotel HAZIENDA wo das große Ab-, Um- und Einpacken begann. Die anschließende Abgabe der Mopeds bei EAGLERIDERS L.A. gestaltete sich unkompliziert und einfach. Transfer mit Eagle-Rider-Bus zum Hotel und Bezug der Zimmer. Eine halbe Stunde später saßen wir vier bereits in einem Taxi und fuhren nach VENICE BEACH um unserem Vorhaben entsprechend auch den Pazifik zu sehen und zu fühlen – barfuss durch den breiten Strand ins Wasser – saukalt. Besichtigung des SANTA MONICA PIERS (ohne Baywatchers) und der berühmten Einkaufstraße THIRD STREET PROMENADE. Dummerweise war in WOLFGANG PUCKS Lokal gerade Happy Hour, worauf wir natürlich gleich einige Achterl feinen Roten aus Nappa-Valley Jg. 2006 genossen. Traurig nur, dass die Ausseer unseren Baumeister Luggi offensichtlich angeschmiert haben, denn das empfohlene Speiselokal „Plate“ von Charly Temmel haben wir trotz langer Suche nicht gefunden. Das Essen in einem britischen Tempel war aber auch nicht schlecht. In einer weiteren Bar fand dann der große Billard – Vergleichskampf Stainach : Öblarn statt. Nur so viel: Öblarn durfte Jacky mittrinken und bezahlte die Zeche der Spieler vom „Chapter Ost“ (Specki u. Harry). Obwohl erst spät ins Bett und 04.00 Uhr Tagwache angesagt war, fuhr Luggi noch einmal mit dem Taxi ins Billardlokal – er hatte leider seine Kamera vergessen. Zu spät - die hat schon ein anderer brauchen können. Sch … ade! ( 177 Meilen )
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Mittwoch 08.04.2009: Der Wecker war auf 04.00 gestellt, das Handy aber leider nicht ausgeschaltet. Um ca. 03.15 kam auf mein Handy ein Feuerwehralarm durch und Specki schoss in die Höhe, in der Meinung es sei der Wecker! So ein Pech – ich schlief wieder ein um auf den Wecker zu warten, Specki war um 03.30 fertig zur Abreise, der Transfer zum Flughafen aber erst um 04.45 Uhr!!! Der Rest ist schnell erzählt: 3 Stunden Flug nach Atlanta, Raucherlounge mit Kartenspielen, Bier und letztem Kleingeld. 8 Std. 40 Min. Flugzeit nach München, pünktlich am Gründonnerstag um 07.35 Uhr gelandet. Unser verhinderter US-Tourist Hans Baier holte uns vom Flughafen ab und kutschierte uns nach Öblarn bzw. Stainach wo wir um die Mittagszeit eintrafen.
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Ein erlebnisreicher, toller, interessanter und Gott sei Dank unfallfreier „Motorradausflug“, von dem wir alle noch lange viele Geschichten erzählen können war zu Ende! Coast to Coast: 3811 Meilen ( 6.097,6 km )

Roadbook wrote by Harry

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