Transamerikatour 1996

Es war im Winter 1995, als bei einem kleinen Clubtreffeb eine Idee geboren wurde. Die PG Riders fahren mit den eigenen Motorrädern nach Amerika zum größten Harley-Davidson-Treffen der Welt. Anfangs wurden wir von allen belächelt. Wir gingen aber sofort an die Arbeit um diese Idee umzusetzten. Alles wurde minutiös und bis in Detail durchgeplant und unter der Regie von Hans Danklmayer organisierten die PG Riders neinen Gewaltrip, nämlich quer durch Amerika, von Chicago nach San Francisco. Den Höhepunkt sollte das Harleytreffen in Sturgis, South Dakota, bilden. Es folgten Monate der Vorbereitung mit unzähligen Besprechungen und Terminabstimmungen. Immerhin sollten 20 Clubmitglieder und 10 Motorräder nach Amerika gebracht werden. Dann war es endlich soweit. Eine kleine Vorgruppe von 4 PG Rider zog es bereits Ende Juli über den großen Teich. Der Troß von 16 Personen flog Anfang August nach Chicago, wo bereits die vor 10 Tagen aufgegebenen Motorräder warteten. Nach der Landung brauchten wir einen Tag für die Organisation. Es wurden die Motorräder vom Frachtflughafen abgeholt und fahrtüchtig gemacht, da vor dem Abflug in München alle "Flüssigkeiten" aus den Motoren abgelassen werden mußten. Ein Wohnmobil in der Größe eines LKW`s, diente als Versorgungs- und Gebäckfahrzeug und wurde ebenfalls übernommen.
Transamerikatour 1996
Die dreiwöchige Tour quer durch den Kontinent konnte beginnen. Und damit sich jeder richtig einstimmen konnte, mußten gleich in den ersten beiden Tagen 1800 Kilometer abgesessen werden, um den vereinbarten Treffpunkt, in einer Kleinstadt, am Ufer des Missouri, mit den vorausgeflogenen Clubmitgliedern einzuhalten. Leider warteten die 4 PG Riders vergeblich. Kleinere Pannen und ein gewaltiges Gewitter machten einen Strich durch den Zeitplan. Der Treffpunkt konnte von der zweiten Gruppe nicht pünktlich erreicht werden. Da wir aber an solche Schwierigkeiten schon zuvor gedacht haben, wurde als Informationsschnittstelle und Telefonzentrale die Pizzeria in Stainach festgelegt. Dort lief bereits am zweiten Urlaubstag das Telefon heiß und mit nur einer Nacht Verspätung war der Club schließlich doch vereint. Gemeinsam ging es weiter nach Sturgis. Dieser Ort ist die Motorradhölle auf Erden. 200.000 Motorräder in einem kleinen Städtchen mit 300 Einwohnern. Dazu gesellen sich noch 100.000 Zuschauer und unzählige Verkaufsstände, Bars, Würstlbuden und Bierzelte. Im Umkreis von 250 Kilometer gibt es kein Hotelbett. Die unzähligen, provisorisch angelegten Campingplätze platzen aus allen Nähten.
Transamerikatour 1996
Der Sound von mindestens 5000 ständig laufenden Harleymotoren liegt in der Luft. Die dazugehörige Abgaswolke hängt bei 35 Grad Celsius über den ganzen Ort. Und trotzdem ein Erlebnis der Sonderklasse, welches sich mit keinem anderen Motorradtreffen vergleichen läßt. Nach drei Tagen in Sturgis ging es wieder westwärts durch sämtliche Nationalparks im Mittelwesten: Black Hills (South Dakota),Yellowstone und Grand Teton (Wyoming, Montana), Arches (Colorado), Zion und Bryce Canyon (Utha), Grand Canyon und Monument Vally (Arizona ), dann auf die Rout 66 bis Las Vegas/Nevada. Nach 2 Tagen in der Spielerstadt erreichten wir die Grenze zu Californien.. Ab Utha war die Fahrt auf den Motorrädern höllisch heiß. In Utha, Arizona, Nevada und Californien zeigte das Thermometer durchgehend um die 40 Grad Celsius und mehr. In Las Vegas hatte es sogar 48 Grad. Jeden Tag „on the Road again“, jeden Tag Hitze und Staub, jeden Tag Zelt aufbauen und abreißen, jeden Tag hunderte von Kilometern. Die totale Erfüllung für jeden echten Biker. In San Francisco angekommen, lagen 8000 Kilometer Amerika hinter uns und ein weiterer, bereits der zweite Satz neuer Reifen war dringend notwendig. Am Frachtflughafen wurden die Motorräder wieder versorgt. Nach 2 unbeschwerten Tagen in der Millionenstadt mußten auch wir wieder die Heimreise antreten. Es liegt auf der Hand, daß bei dieser Gewalttour auch einige Werkstätten aufgesucht werden mußten, obwohl fast alle Pannen in Eigenregie „geschraubt“ wurden. Sonstige kleine Schwierigkeiten, wie verlorene Pässe, wurden mit Hilfe der österreichischen Botschaft behoben.
Transamerikatour 1996
Verlorengegangene und verirrte Clubmitglieder wurden dank der heimischen Telefonzentrale wiedergefunden. Resümee unserer Reise: Die PG Rider-Transamerika-Tour-1996, ein Supertrip der jedes Bikerherz höher schlagen läßt.

Alexander Hinterleitner

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